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Überblick: UMTS und HSDPA

UMTS ist heute zusammen mit HSDPA nicht nur in Deutschland unbestritten die am stärksten genutzte Übertragungstechnologie für Mobiles Internet. Das ist durchaus kein Zufall sondern das Resultat eines weit reichenden Engagements von Mobilfunk-Unternehmen, die sich bereits vor mehr als zehn Jahren dieser Funktechnologie mit richtungsweisenden Entscheidungen verpflichteten.


Im Rahmen einer Auktion fand die Vergabe der für den UMTS Betrieb nötigen Funk-Frequenzen in Deutschland im Sommer des Jahres 2000 statt. Die sechs erfolgreichen Bieter gaben insgesamt rund 100 Milliarden DM (50 Mrd. Euro) für die ersteigerten Frequenzblöcke aus, eine damals fast irrwitzig anmutende Summe. Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) machte für die beteiligten Unternehmen außerdem zur Auflage, daß innerhalb von gut drei Jahren ein UMTS Netz aufgebaut sein muß, das mindestens 50 Prozent der Bevölkerung erreichen sollte. Ansonsten würden die Frequenzen wieder an die Behörde zurückfallen, um von einem anderen Mobilfunkunternehmen genutzt werden zu können, das die Vorgabe erfüllen kann. Immerhin vier der sechs ursprünglich erfolgreichen Bieter (T-Mobile, Mannesmann Mobilfunk/Vodafone, E-Plus/Hutchinson, Viag Intercom/O2) konnten die Vorgabe einer UMTS Netzabdeckung von 50 Prozent erfüllen, zwei (Group 3G/Quam, Mobilcom) gaben ihre Lizenzen nach Ablauf der Frist wieder zurück.

Einige Fakten zu UMTS:

  • UMTS ist eine zelluläre Mobilfunktechnologie, die im Vergleich zum Vorgänger auf GSM‑/GPRS-Basis deutlich verbesserte Leistungsmerkmale aufweist. Diese gehen über eine reine Geschwindigkeitssteigerung hinaus.
  • UMTS ist sowohl für das mobile Telefonieren, also Sprachdienste, wie auch für die mobile Datenübertragung bestens gerüstet. Zudem unterstützt das Protokoll vielfältige Datendienste, die z.B. besonders hohe Anforderungen an die Sicherheit stellen. Dazu gehören unter anderem mobiles Banking, mobile Navigation und mobile E-Mail und Messaging. Vor UMTS waren solche Dienste nur unter großen Einschränkungen im Mobilfunknetz realisierbar.
  • Die ursprüngliche Höchstgeschwindigkeit von 384 Kbit/s ist inzwischen dank der UMTS-Turbos HSDPA und HSUPA auf 7,2 Mbit/s angewachsen (HSUPA: 2 Mbit/s). Voraussetzung dafür ist allerdings, dass der Netzbetreiber diese Merkmale auch anbietet. Das ist bei allen Anbietern bis auf E-Plus der Fall.
  • Die steigende Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig fallenden Preisen macht UMTS für viele Anwender inzwischen sogar zu einer Alternative zum Festnetz-Anschluß (z.B. auf DSL-Basis). Weitere Konkurrenz-Technologien sind das Satelliten-Internet sowie das lokal verfügbare WiMAX. Diese spielen jedoch aufgrund der vergleichsweise geringen Verbreitung und des ungünstigeren Preis‑/Leistungsverhältnisses eine eher untergeordnete Rolle.

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